Montag, 26. Oktober 2015

Freundesbrief  September  2015  - Togo
Wir hoffen, Ihr seid alle gesund und munter und habt auch die Hitzewelle dieses Sommers gut überstanden. -- Dies ist das erste Mal, dass wir im Sommer Togo besucht haben und ich stelle fest, dort war es kühler als in Deutschland. Es war Winter und nur 27 Grad. Der Schweiß lief nicht kontinuierlich den Rücken herunter, obwohl es ein sehr feuchtes Klima hat. 
Seit 2013 wurden wir gebeten, bei einem Sommercamp mitzuhelfen, das unser togolesischer Freund Eric organisiert. Dieses Jahr hat es geklappt. Wir beteiligten uns sogar an drei Camps, eines ein Trainingscamp für junge Mitarbeiter und Erzieher.


“Malen nach Zahlen” - 1.Kidscamp in einem Stadt-randviertel in Lome. Eine Woche singen, tanzen, lachen, spielen, Ballons modelieren, Freundschaftsbänder knüpfen etc.


Alles, von Bleistift bis Wolle, Modellierballons Pumpen und sogar einem Keyboard,  gesponsert von Firma Premio Reifen, sowie den passenden Notenheften, gesponsert vom Musikhaus Geissler, ...aus Deutschland mitgebracht.
Frühstück erster Tag. Noch sehr schüchtern und ernst
Mitarbeiter Trainingscamp. Insgesamt waren fast 300 junge Leute aus ganz West-Afrika 3 Tage zu Besuch.
Kidscamp, 1 Woche mit 97 Kindern im Landesinnern, im Busch. Es wurde gezeltet, gewandert, gebastelt, getantzt, gespielt und toll zusammen gegessen.
Für diese Kids aus sehr armen Familien war es jedes Mal ein Festessen. (Zu Haus gibt es nicht immer drei Mahlzeiten am Tag). Für uns-na ja-gewöhnungsbedürftig-, oder eher gesagt, ich könnte mich nicht so schnell an das überscharfe, afrikanische Essen gewöhnen. Doch sind wir gesund und frohen Mutes in überfüllten Autos und Kleinbussen nach Lome zurückgekehrt, nachdem einige Abschiedstränen vergossen waren, da wir einander wirklich liebgewonnen hatten.



Wir grüßen Euch ganz herzlich!
Die KlinikClowns: Monika und Thomas Meyer und neuer Clown Charly






















Freitag, 25. September 2015

Mit den roten Nasen nach Togo

Klinik-Clowns International e.V., gemeinnütziger Verein

Kandern,  Baden-Württemberg, Deutschland

Mit roten Nasen nach Togo. Mit roten Nasen nach Togo. Monika Meyer von den „Klinik­Clowns International“ fliegt wieder nach Afrika - Weiler Zeitung, 31.07.2015 23:00 Uhr 
Monika Meyer von den Klinik-Clowns International bereitet sich auf ihre Reise nach Togo am Sonntag vor. Mit im Gepäck hat sie jede Menge rote Nasen und Ballons, die sie in alle möglichen Formen und Figuren verwandeln kann. Foto: Alexandra Günzschel


Von Alexandra Günzschel
Kandern. "Wenn man etwas gibt, dann kommt auch wieder etwas zurück". Davon ist Monika Meyer, Vorsitzende der "Klinik-Clowns International" aus Kandern, überzeugt. Und sie gibt viel: Am Sonntag wird sie wieder nach Togo reisen, um sich dort für die Patenkinder ihres Vereins einzusetzen. Als Klinik-Clown verbreitet sie außerdem Frohsinn in hiesigen Krankenhäusern.
Monika Meyer wird so lange in Togo bleiben, bis ihr das Geld ausgeht, das durch die Clown-Auftritte des Vereins, aber auch durch Spenden zusammengekommen ist. Zumeist bleibt sie zwei Monate, sagt sie. Dabei ist es ihr eigentlich viel zu heiß in Togo. Zu ihrem Engagement für das afrikanische Land kam sie eher zufällig über Freunde, die dort leben. Sie suchten nach weiteren Paten für die Kinder vor Ort und baten Monika Meyer dabei um Hilfe.
Die Hilfe ist mittlerweile vielfältig: So wird zum Beispiel ein Camp auf dem Land für Kinder aus der Großstadt organisiert, die ansonsten dort nie rauskommen. Für ihre Besuche im Camp und an 15 Schulen, mit denen Kooperationen bestehen, hat Monika Meyer jede Menge Luftballons und rote Nasen im Gepäck. Unter anderem wird sie aus den Ballons einen Wurm formen, um den Kindern die so genannte Wurmpille schmackhaft zu machen - eine Maßnahme zur Parasitenbekämpfung. Aber auch sonst möchte sie die Kinder mit ihrer Ballonkunst verzaubern. Für je 500 Euro im Jahr wird zudem zwei ehemaligen Patenkindern ein Studium ermöglicht.
Begleitet wird Monika Meyer diesmal nicht von ihrem Mann Thomas Meyer, das Paar wollte das Geld für das zweite Flugticket lieber einsparen. Stattdessen kommt eine jungen Schweizer Bäuerin mit, die den Verein unterstützt und ihre Patenkinder nun kennen lernen möchte.
"Das Geld, das der Verein einnimmt, soll nach Möglichkeit nur für schulische und medizinische Belange eingesetzt werden", erklärt die Vorsitzender der Klink-Clowns. Sorgfältig würden auch die Helfer vor Ort ausgewählt. Nur Schulen mit Schulleitern, die sich auch vorher schon für die Kinder eingesetzt hätten, würden vom Verein bedacht.
Den Verein hat Monika Meyer vor viereinhalb Jahren gegründet, um Spendenquittungen an Firmen und Privatpersonen ausstellen zu können, die sie unterstützt haben oder unterstützen wollen. Er besteht aus vier aktiven Clowns und den Vorstandsmitgliedern.
An einem Tag pro Woche ist Monika Meyer irgendwo im Landkreis unterwegs, um Spenden zu sammeln. Knapp 1000 Euro kamen nun wieder zusammen durch eine Pfannkuchenaktion von Ramona Grein, Filialleiterin des Einrichtungsgeschäfts "Magazin Home" in Lörrach, sowie durch eine Spende des Bioladens "Prima Casa". Aber auch Sachspenden, wie zum Beispiel ein Auto, hat der Verein schon erhalten. "Was reinkommt, wird auch eingesetzt", versichert die engagierte Clownin.